Tja, es hat mal wieder nicht sollen sein. Bereits zum 5. Mal in Monte Carlo nominiert, machten Melanie, Tyron und ich uns als SOKO Leipzig Delegation auf den Weg, die goldene Nymphe nun endlich nach Hause zu holen. Aber die Dame zierte sich. Wie immer. Dabei hatte es diesmal so gut angefangen. Man muss wissen, dass unsere Trips nach Monte Carlo immer von vielen Halbkatastrophen gesäumt werden. Nicht angekommenes Gepäck, fehlende Einladungen zum Dinner, vergessene Hotelzimmerbuchungen und andere Malheurs machten die Ausflüge ins Fürstentum immer zu einer Wackelpartie. Aber diesmal hatte nur der Flieger aus Berlin 2 Stunden Verspätung. Eine Lapalie! Bis auf die Konsequenzen. Eine halbe Stunde zum Haare machen, Schminken und Aufhübschen, ließ das Resultat etwas huschelig ausfallen. Zum Glück waren Melanie und Tyron schon einen Tag vor mir angereist und hatten genug Zeit, um sich am Pool und im Bad zu vergnügen. Entsprechend repräsentativ war das Ergebnis. Melanie in einem Traum in weiß und Tyron passend im eleganten Schwarz.

Ach ja. Heiß. Kein Wunder, dass die Fotografen auf dem roten Teppich sich nicht mehr einkriegten. Zumal das restliche Publikum dort oft skurril ist. Soviel Silikon, Botox und getackerte Schläfen sind schon heavy. Aber es gab natürlich nicht nur die aufgespritzten Damen und Herren zu bewundern, sondern auch sehr nette Kollegen aus Deutschland und aller Welt. Es ist ja immer ein bißchen wie Klassenfahrt. Und so alberten wir uns durch den Abend. Die Zeremonie an sich war etwas überfordernd. Eine unmotivierte Moderatorin und ein sich um Kopf und Kragen redeneder Moderator führten im Eiltempo durch den Abend. Gefühlte 503 Preise wurden verliehen und es ging zum Teil so schnell, dass wir nicht mehr mitbekamen, wer jetzt für welche Kategorie was gewonnen hat. Naja, dass wir gegen die "Tudors" und "Dr. House" verloren haben, das haben wir schon noch gecheckt und sie als würdige Preisträger akzeptiert. Gefreut haben wir uns über unsere Lieblingsgrinsebacken Bora Dagtekin und Elyas M`Barek, die für "Türkisch für Anfänger" eine Nymphe mit nach Hause nehmen konnten.

Nach der Trophäenjagd gings dann zum sogenannten Gala-Dinner. Und ja, es war lecker. Wenn auch der Wein mal wieder sehr schnell versiegte. Geschunkelt wurde trotzdem - tauchten doch am späten Abend irische Adonisse auf, die dann als die 12 oder 13 oder 11 oder wieviel auch immer Tenöre unsere Ohren beglückten. Eine fetzige Schnulzshow hinlegend, leiteten sie auf jeden Fall zum gemütlichen Teil des Abends über. Melanie und ich wechselten von Pomp auf Jeans und wir alle gingen noch ins JIMMYS. Und nun ja - was soll ich sagen. Wenn man Nachtclub, Monte Carlo und nach Mitternacht immernoch 30 Grad hört, denkt man, dass es ein wahnsinnig aufregender Abend war. Ich kann nur sagen: Zum Glück waren so nette Leute da. Denn schlechte Musik wird auch nicht von 400 Euro Champagner besser und Wodka Lemon für 30 Euro ist es nicht wert, in Massen getrunken zu werden. Kurz und gut: Wir tanzten, wir feierten so wir es uns denn leisten konnten, aber der Fürst sollte dringend an seiner DJ Auswahl feilen. Nach 24 h (genauso lange hatte mein Trip gedauert) wieder in Berlin ankommend, war ich froh, dabei gewesen zu sein, aber auch dankbar, nicht da bleiben zu müssen.

Und wo wir gerade bei Festivals sind: Leider haben wir auch nicht den begehrten Deutschen Kamera- bzw. Schnittpreis bekommen. Dennoch steht für mich fest, dass Esther Weinert und Henning Jessel grandiose Arbeit bei "The Bill - Entführung in London" geleistet haben und eine Trophäe absolut verdient hätten. Und so bleibt vom letzten Sonntagabend der Eindruck eines sehr netten Ambientes.  Und natürlich Esthers Kleid...:-)

Was gibt es noch zu berichten? Wir drehen seit HEUTE wieder vier Folgen. Diesmal ist die renommierte Regisseurin Maris Pfeiffer mit ihrem Kamermann Eckhard Jansen am Start. Worum es in den Folgen geht, schreib ich euch im nächsten Post.

Dann bis bald!

Liebe Grüße,

Henriette 

PS: Leider gibt es mal wieder technische Probleme und ich muss die Monte Carlo Bilder nachreichen. Es nervt!